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Moderation – von Sitzungen, Workshops etc.

ModeratorInnen sind den meisten vor allem aus dem Fernsehen bekannt. Wenn Sie gut sind, sind sie oft unbekannter als Ihre Interviewten oder Gäste. Betreiben Sie Ihren Job unzureichend und schrecken auch vor glatten Beleidigungen und Wortabschneidereien nicht zurück, sind sie meist bekannter. Ob diese zu großen Egos wirklich gemocht werden, ist eine andere Frage.
 
Moderation im betrieblichen Kontext – egal ob DAX-Vorstand oder Kommunalrunde bei einer NGO – meint etwas ganz anderes.

Vor einigen Jahren raunte mir die stellvertretende Vertriebsleiterin eines Holzproduzenten nach der von mir moderierten Jahresplanung Folgendes zu:

„Genau weiß ich eigentlich auch jetzt nicht, was ein Moderator macht, aber mit Ihnen war das jetzt viel entspannter und effizienter als früher.“

Besser kann wohl man aus Teilnehmersicht die Funktion der Moderation kaum beschreiben: unauffällig und zurückgenommen, notfalls höflich auf Zeit und Agenda verweisend, neutral in der Sache, sorgt die Moderation dafür, dass das gemeinsame Ziel der Teilnehmer nicht aus dem Fokus verschwindet, sondern mit Beharrlichkeit verfolgt wird. Wenn der Prozeß stoppt, liegt es am Moderator zu erspüren, ob eine Pause helfen könnte oder ob er selbst mit einigen scheinbar „dummen“ Fragen das zielgerichtete Denken und Argumentieren der Versammelten wieder in Schwung bringen könnte.

Eine vernünftige Dokumentation gehört natürlich dazu. Thematische Hinweise  aber nur dann, wenn eine tiefere Kenntnis von Feld und Akteuren gegeben ist. Und der Kunde explizit eine Kommentierung wünscht.

Für mich ist eine Moderation gelungen, wenn ich nach gutem Briefing und Vorbereitung nur angelegentlich mit einer humorvollen Einlage ins Zentrum des Geschehens treten muss. Im Grunde gehört das Thema und das mit ihm verbundene Ziel in die Mitte der gemeinsamen Bühne! Ja, Bescheidenheit steht Moderatoren gut zu Gesicht.