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Mediation – Wege aus dem Konflikt

Mediation bietet die Chance, Konflikte konstruktiv zu beseitigen und zu einer von beiden Konfliktparteien getragenen Lösung zu kommen.

Der Mediator begleitet diesen Prozess (normalerweise) über eine Reihe von Treffen hinweg. Seine Haltung – jedem zugewandt und dennoch neutral – und seine Kenntnisse der zielführend nächsten Schritte sind tatsächlich unerlässlich. Flucht oder (verbale) Gewaltanwendung sind unproduktive Alternativen zur Mediation.

Die Mediation kann in Deutschland bislang nur auf eine recht kurze Existenz zurückblicken. Dies hat sicher mit dem relational wohl funktionierenden Justizsystem zu tun. Aber: wird die Justiz bemüht, so wird diese Recht sprechen. Das birgt die Gefahr, dass alle Konfliktparteien ihre eigentlichen Bedürfnisse ungestillt sehen.

„Rechthaberei“ ist das Gegenteil von Mediation – und unproduktiv

Mit einer einvernehmlichen Lösung ist vor Gericht kaum zu rechnen. Und schnell geht es schon gar nicht. Vieles spricht also für die Mediation als Königsweg Konflikte beizulegen!
Je nach Zahl der Konfliktbeteiligten arbeite ich gerne mit meiner Kollegin Andrea von Graszouw zusammen.

mediation

Alexander Calder, Louisiana Museum
of Modern Art

Mein Kernthema in der Mediation ist der Umgang mit „betrieblichen Unstimmigkeiten“ – Abteilungsstreit, Rollenkonflikte, …es ist müßig, all die Punkte aufzuzählen, an denen man sich im beruflichen Kontext „ins Gehege“ bekommen kann. Zugegeben: oft lässt sich auch im Zuge eines Coachinggespräches ein Weg aus dem Konflikt finden. Ob dies dann wirklich das schnellere und vor allem nachhaltigere Mittel ist, muss bei jedem Fall sorgfältig analysiert werden.
Das Verdrängen schwelender Konflikte (die kriegen sich schon wieder ein…) kann teure Auswirkungen auf das Klima im weiteren Umfeld des organisatorischen Brandherdes führen.Hier greift die Vorgesetzenverantwortung. Wegsehen ist keine Lösung!
Mediation ist daher auch im betrieblichen Kontext ein sehr geeignetes Werkzeug, Konflikte zügig und ohne „Verluste“ zu lösen!

Dort, wo Mediation auf fragende Gesichter und eine abwartende Distanz stößt, spreche ich lieber von Konfliktmoderation. Meine Haltung ist unter beiden Titeln identisch; im Methodenkoffer muss man ohnehin stets nach dem der jeweiligen Situation Angemessenen greifen.