Eine banale Erkenntnis. Mag sein. Aber immer, wenn ich als Coach Gelegenheit habe, diese Erfahrung zu erleben, wird sie mir wieder sehr nachhaltig bewusst. Man erarbeitet gemeinsam eine Rede, feilt, korrigiert, ist gezwungen aufgrund von Veränderungen im politischen Umfeld ganze Schwerpunkte umzuprioriiseren. Irgendwann steht der Text. Nun muss aus der geschriebenen Rede eine redbare Version erarbeitet werden. Erst das laute Sprechen macht die unrunden Stellen deutlich oder belegt den falschen Rhythmus von Einschüben, bei denen dem Redner die Luft ausgehen.
Video- und Tonaufnahme zeigen dem oder der Vortragenden, wie zurückgenommen Akzente und Gesten vom Publikum wahrgenommen werden, die ihr oder ihm selber – in der Eigenwahrnehmung – doch schon fast ekstatisch erscheinen. Ein Erlebnis. Dann kommt irgendwann der große Tag oder Abend. Ich sende eine letzte Motivationsmail, fiebere mit und entspanne mich erst, wenn ich eine „Gut gelaufen-SMS“ bekomme und ab und zu auch TV oder Presse vom Erfolg berichten.
Man kann als Coach nicht für oder anstatt seine/r Klienten handeln, aber man kann sich wunderbar gemeinsam mit ihnen über ihren Erfolg freuen.
… und man kann seine Klienten viele Jahre begleiten und fördern, wenn man es schafft seht konkrete Hinweise über diesen Zeitraum liefern zu können. Jeder Coach sollte deshalb konstant sein Repertoire ausbauen.