Schönen guten Tag!

Der Anlass bestimmt das „Werkzeug“.

Coaching, Moderation oder Mediation bedürfen einer gemeinsamen, konkreten, zieldefinierenden Auslegung. Haben wir dies geschafft, kann ich Sie auf unterschiedlichste Weise in Ihrer beruflichen Weiterentwicklung bzw. in der Ihres Unternehmens unterstützen.

Unter dem Stichpunkt  Analyse und Rat geht es vor allem um Hilfestellung bei der Kommunikation in der Arbeitswelt.

Unter Meine Basis bekommen Sie einen ersten Eindruck von mir als Mensch und Persönlichkeit.

Gerne mache ich mir auch ein Bild von Ihnen und Ihren Herausforderungen. “Stangenware” ist nicht meine Welt. Nichts geht über ein gutes Gespräch, in dem wir dies klären und Ihre Bedarfslage gemeinsam erkunden. Das Medium – E-Mail, Telefon oder das wunderbare alte Gespräch – bestimmen Sie!

Einige Anregungen zu meinem Coachingverständnis, meinen Schwerpunkten im Bezug auf Mediation und warum Humor – auch in der Moderation – für mich so wichtig ist,  finden Sie auf diesen Netzseiten.

Eine Webseite soll ja informieren, einen ersten Eindruck geben.
In diesem Sinne: angenehmen Aufenthalt!

PS: Wenn Sie nun Informationen zu Reden, Texten und dergleichen suchen, finden Sie diese bei www.reden-mit-getschmann.de.

Komfortzonen verlassen?

Es hat etwas modisch Aktuelles, wenn allerorts der Aufruf getätigt wird, man solle seine Komfortzone verlassen. Das klingt dynamisch. Aber könnten wir´s nicht ein bisschen differenzierter haben? Seit zwei Jahren gibt es mehr arbeitsbedingte Ausfälle durch psychische (neudeutsch Burnout-Vorkommnisse etc.) als durch physische Beeinträchtigungen (Fingerspitzen in die Säge bekommen). Mit deutlich höheren Folgefehlzeiten. Gefährdet sind all die Hochleister, die sich um der Firma und der dauernden Erreichbarkeit willen, keine Komfortzone mehr gönnen. Die ihre energetische Heimat so verlassen haben, dass sie sie manchmal gar nicht mehr wiederfinden. Das ist für unsere aktuelle Arbeitswelt bei weitem repräsentativer als die wenigen Zögerlinge, denen ein Ausbruch aus der muffigen Sicherheit tatsächlich gut täte. Für sie gilt: „when you do what you ever did, you´ll get what you ever got“. Richtig. Wem das Arbeitsumfeld nicht passt, muss bei sich selber anfangen. Aber in Coachinggesprächen habe ich viel häufiger das Problem, dass die Eingänge zu ehedem vorhandenen Komfortzonen verschüttet sind. So dass es intensiver Dialogarbeit bedarf, bis wieder Zeiten und Räume definiert werden können, die schon früher von den Coachees als entspannend und batterieaufladend empfunden wurden. Nur mit ihnen sind aber Hochleistungen langfristig machbar. Vor diesem Befund neige ich zu dem Aufruf: Schützt Eure Komfortzonen!

Workshop-Hotel mit Sternen

Tagungsraum

Hier gibt es Licht und Platz im Überfluß – gelöstes Arbeiten ist so deutlich schneller möglich

Ehrlich gesagt wusste ich vor kurzem auch noch nicht wo Lichtenwalde liegt. Ein paar Kilometer nordöstlich von Chemnitz bettet sich der Ort in hügeliges Grün. Nicht weit von der A4 steht dort neben einem prunkvollen Barock-Schloss auch eine Dependance einer bekannten Hotelkette. Mit Best Western verbinde ich solide Hotelkost ohne größere Enttäuschungen – aber auch ohne Beglückungsmomente. Im Fall Lichtenwalde darf ich mich korrigieren!

Workshops sind eine heikle Sache, da sie mit mehr Unwägbarkeiten verbunden sind als Seminare. Das Tagungshotel, bzw. die Räumlichkeiten sollten den Unsicherheitsfaktor nicht vergrößern. Gemeinhin nehme ich immer viel Moderationsmaterial mit, denn was in Hotels angepriesen und dann doch nicht da ist, wäre ein eigenes Büchlein wert. In Lichtenwalde wurde ich aufs Freundlichste begrüßt, der Seminarraum wurde mir sofort geöffnet – er zeigte sich wunderbar lichtdurchflutet mit  weitem Blick auf sächsisches Sommergrün.

Garten und Schlafhäuser

Links oben tagen, rechts unten schlafen: sehr angenehm

Perfekt ausgestattet bis zu Flipchartstiften und klugen Abdunklungsfunktionen. Als ich meinte, die klassische Vortragsbestuhlung ändern zu wollen, wurde ich sofort unterstützt. „Und wenn Sie noch etwas brauchen: ich bin hier auf dem Stockwerk und stets gerne für Sie da.“ Das klang nicht abgespult, sondern wie ein Herzensbekenntnis. Und das weitere Servicerleben untermauerte diesen Eindruck. Dazu Teebar und Eiswasser vor dem Raum: Mein stets im Vorfeld von solchen Veranstaltungen leicht erhöhter Blutdruck senkte sich: hier kümmert man sich um mich; ich hab´den Rücken wirklich frei für´s Wesentliche. So intensiv wie in Lichtenwalde hatte ich dies Gefühl in den letzten 18 Jahren selten! Die Unterbringung ist einfach (wobei dem Vernehmen nach eine Renovierung geplant ist), aber Küche und Speisesaal erfreuen einen auch nach der Tagung nachhaltig. Ich hoffe, es ergibt sich die Gelegenheit zu einem erneuten Besuch! Den Kollegen kann ich das Haus nur ans Herz legen…

 

Wanderer, kommst Du nach Pamplona…

Hotel-CG-768x1024Auch wenn ich beruflich sicher deutlich weniger herum komme als viele Blackberry-Agenten, habe ich denkbar unterschiedliche Erlebnisse mit Hotelservice und -unterbringung gemacht. Mein letzter Aufenthalt in Pamplona war aber hoteltechnisch so angenehm gerahmt, dass ich hier auch einmal Werbung dafür machen möchte. Wenn man zwölf Stunden draussen beim Kunden ist und abends noch umfangreiche Nacharbeiten zu leisten hat, darf mit dem Hotel nichts schief laufen. Im Gegenteil: Man sollte sich auf dieses Ersatzzuhause für ein paar Tage oder Wochen freuen können. Zimmer und Abendessen: das  sind die beiden für mich relevanten Momente der Wahrheit. Bars, Wellnessoasen oder Blueray-Filmangebote interessieren mich nicht. Ruhe, unaufdringlich-aufmerksamer Service und Qualität sind die Felder, auf denen ich mich gerne überraschen lasse – und oft enttäuscht werde. Ganz unabhängig von der Zahl der Sterne, die ein Haus aufzuweisen hat. Man kann hier Erich Fromms Buch `Haben oder Sein´ fruchtbar verfremden: Hotels haben Schwimmbäder (oder auch nicht), aber lebendig sind sie nur durch die Qualität ihres Services!

Näheres zum Hotel im Bild: www.cghotel.es

Was ich eigentlich fortführen wollte: …Dienst-Wanderer, kommst Du nach Pamplona, bette Dich hier. Dir wird Ruhe und beste Aufmerksamkeit zu Teil.

Wer allerdings anlässlich des `encierros´ in der St.Fermin-Woche nach Pamplona kommt, sucht anderes – und wird sich hier kaum wohl fühlen.

 

Das gepflegte Gespräch

Ein seit Jahren beobachtbarer Trend setzt sich in meinen Coaching-Begegnungen weiter fort: das Bedürfnis vieler Klienten nach einem tiefgehenden Dialog, einem Gespräch, das den Titel noch zu Recht trägt. Nicht, dass es keine Herausforderungen oder Probleme mehr gäbe, mit denen ich als Coach konfrontiert würde. Aber eine zunehmende Zahl von Coachees nutzt die einmal festgelegte „Auszeit“ aus dem täglichen/r – ja was sage ich?: „Wahnsinn“? „Mühle“? „Gewohnten“? – Fieber, um im Gespräch das ganz Andere, die Distanz zum Normalen zu finden. Ein Arbeitstag, der mit so vielen Soundbytes und Infobröseln gespickt ist, der auf Geschwindigkeit und Dynamik um fast jeden Preis getrimmt ist, gibt dem Nachdenken an sich kaum noch Raum. Im Coaching-Gespräch aber darf auch dies noch seinen Platz haben…Am besten, wenn die Umstände auch noch einen peripatetischen Gang ermöglichen. Der gemeinsame Spaziergang – schon der Begriff erscheint etwas ältlich, nicht zu dieser Zeit gehörig – verbindet achtsame Bewegung in frischer Luft, mehr oder minder anregende Augenreize und ein nicht zielloses, aber eben nicht vom Zeitdruck geprägtes Miteinander im Dialog.  Der Gewinn ist schon an den leicht geröteten Gesichtern und dem stillen Funkeln der Augen unmittelbar danach ablesbar.

Meine Mutter erzählte mir in ihren letzten aktiven Jahren als Apothekerin immer öfter von Menschen, die gar nichts oder nur vorgeschobene Kleinigkeiten kauften, um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Meist war Alterseinsamkeit der Grund. Die Bindewirkung von sozialen Netzen wie der Kirchengemeinde war offensichtlich im Schwinden begriffen. Der Einzelne suchte an Stellen, die ursprünglich nicht dafür gedacht waren, seinen Bedarf an Sozialaustausch (der Mensch als primär soziales Wesen!) zu befriedigen.

Dort war die Einsamkeit, die Unter-Kommunikation der Bedarfswecker für Gespräche. Heute ist – zumindest in der Arbeitswelt – die Über-Kommunikation mit ihrer Speak-and-run-Mentalität die Hauptursache für die Sehnsucht nach Gesprächen, die ihre Bezeichnung noch wert sind.

Glück des Coaches

Gerade als Dienstleister sollte man sich manchmal fragen, warum man  – jenseits des Geldes – das tut, was man tun. Ich würde meine Antwort in drei Worte fassen: Glück des Helfens!

Anders als in Seminaren sind Coachingkontakte nicht von Flüchtigkeit gekennzeichnet. Man kann das Vertauen „beim Gedeihen“ quasi beobachten. Aus der empathischen Tastbewegung, die Ziele, Beschwernisse und Stimmungen des Coachees richtig zu verstehen, gelangt man in die offene See der explorativen Fragen. Und dann, wenn diese offene See  das Miteinander zwischen Coachee und Coach weiter gefestigt hat, kann man die alte Hebammenkunst (Mäeutik) des richtigen Fragens auch einmal hinter sich lassen und zu einem „vielleicht sollten Sie einmal..“-Vorschlag kommen, ohne in den Verdacht anmassender Stellvertreterhandlung zu gelangen.

Kommt es nun im Zuge des Prozesses  zu einem Aha-Erlebnis beim Coachee („da haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen„; „Jaaa, daaas ist es!„) so nehme ich eine Endorphinausschüttung bei mir selbst wahr, die ich nur als Glück beschreiben kann. Dieser vom Coachee mit mir geteilte „Heureka-Effekt“  ist neben der persönlichen Neugier, die sich frei an jedem neuen Coachee abarbeiten darf,  die wichtigste Glücksbelohnung, die ich in meinem Beruf geniessen kann. Und diese Freude produziert ganz oft einen positiv-verstärkenden Rückkoppelungseffekt bei meinen Coachees: sie gehen ihr neues Ziel, ihre neue Haltung noch ein bisschen couragierter an, als wenn sie mit ihrer Erkenntnis allein geblieben wären.